Schreibstube

Übers Schreiben zu schreiben, klingt schon etwas irre, keine Frage.

Dass ich das trotzdem mache, liegt an dem schlichten Umstand, dass ich über meine Nebentätigkeit als Betaleserin und Lektorin so unendlich viele handwerkliche Fehler in die Finger bekomme, dass ich versuchen möchte, hier einen Leitfaden zur Verfügung zu stellen, in dem schlicht und erfreifend handwerkliche Tipps für die Texterstellung weitergegeben werden.

Ich will hier keine Rechtschreibschulung vornehmen und grammatikalische Feinheiten erörtern. Dafür gibt es berufenere Stellen und in Zweifelsfällen wirklich genial zu bedienen ist der Online-Korrektor von Duden, den jeder Autor in seiner Favoritenzeile haben sollte.

Dennoch - ein fehlerfreier Text ist selbstverständliche Voraussetzung. Sprache ist unser Werkzeug, sie müssen wir bedienen können, sonst gerät die tollste Idee zum Rohrkrepierer.

Mir geht es hier um die Grundlagen der Geschichte, ihren Plot und wie man dazu kommt, ihre Charaktere und wie man sie behandelt, Spannungsbögen und dergleichen mehr. Dinge, die unabhängig davon, worum es in der Geschichte geht, irgendwie immer präsent sind.

Viele Autoren schreiben intuitiv und fühlen sich bei allzu wissenschaftlicher Herangehensweise in ihrer Kreativität gebremst. Das mag sein. Aber dennoch sollte jeder ernsthaft an einem Werk arbeitende Autor diese Techniken kennen. Man muss sie nicht sklavisch beachten - das tue ich auch nicht. Aber allein das Wissen um ihre Existenz macht unmerklich die Texte besser - und sei es nur, weil man dann, wenn man sich in einer Schreibblockade festgefahren hat, wenn gar nichts mehr weitergeht, zum Werkzeugkasten greifen und doch mal "langweilig" nach Regel arbeiten kann.

Also, los geht's: